Richard Socher

Richard Socher ist gebürtiger Dresdner und außerordentlicher Professor für Informatik an der Stanford-Universität. Er lebt und arbeitet heute im Silicon Valley – die Schulbank aber drückte er am Gymnasium Dresden-Plauen. An seine Schulzeit hat Socher zahlreiche Erinnerungen. Gern denkt er an die Weihnachtsfeiern mit seiner Klassenlehrerin zurück, gerät aber vor allem auch bei den angebotenen Schulfächern ins Schwärmen: „Wir hatten tollen Mathe- und Physikunterricht, sehr liebe ich auch immer noch Geographie – da kann Deutschland sich glücklich schätzen, dass es das hat, denn an vielen Unis der Welt gibt es nicht die Möglichkeit, das Fach zu studieren“. Lustig findet der Wissenschaftler, dass in den USA in Fächern wie Musik und Sport schon das Bemühen honoriert wird, „in Deutschland dagegen muss man wirklich musikalisch oder sportlich sein, wenn man eine 1 bekommen möchte“.

Socher studierte nach dem Abitur Computerlinguistik in Leipzig, seinen Master machte er 2008 in Saarbrücken. In Princeton und Stanford forschte er an neuronalen Netzwerken für die Sprachverarbeitung, bevor er 2014 das Start-Up Metamind gründete. 2016 wurde die Firma von Salesforce übernommen, Socher blieb als Chefwissenschaftler. Neben harter Arbeit und einem starken Willen macht Socher auch eine große Portion Glück für seine beeindruckende Karriere verantwortlich – und auch seine Zeit am Gymnasium Dresden-Plauen: „Die Schule hat mir viel für mein Leben mitgegeben. Meine besten Freunde im Leben habe ich während der Schulzeit getroffen. Ein großes Geschenk war es, Struktur zu erlernen und das Lernen selbst zu lernen. Denn das ist oft sehr viel wichtiger als das, was man eigentlich inhaltlich lernt“.

Richard Socher möchte gern mit einer Spende ein innovatives Schulprojekt starten. Mit dem Schüler-InnovationsZentrum will er der Schule etwas zurückgeben, die seinen Lebensweg so maßgeblich geprägt hat.